3.7.22

Gebeutelt

Manche Menschen sind vom Leben derart gebeutelt,
so dass man ihnen kaum noch helfen kann.
Was bleibt? Liebevolles, wohlwollendes Gegenüber sein.
Akzeptanz. Zuhören. Sortieren helfen. Alltag strukturieren,
Überforderungen reduzieren, Geduld. Immer wieder Geduld.

27.6.22

Friedenssehnsucht

Diese beißende Sehnsucht
nach Frieden auf der Welt.

Eine nässende Wunde,
kaum vernarbt,
erneut aufgerissen
von der Gier und dem Hass,
dem Geiz und der Anmaßung
so mancher Menschen.
 
Mögen diese doch elendig
ersticken an ihrem Geld,
ihrem Hochmut, ihrer Macht.
 
Die Welt schreit.
Ich weine leise.
 

26.6.22

Abtreibungsverbot USA

Kurzfassung meiner sich steigernden Fassungslosigkeit: Sie bauschen ihr verkümmertes Selbst mit dem hehren Kampf für das ungeborene Leben auf.
Das geborene Leben jedoch geht ihnen schlichtweg am Arsch vorbei.
 
So viel Anmaßung, Verlogenheit, dummdreister Machtmissbrauch.


Winterschule

Stelle es mir gerade vor: Winter. Eiskalt. Klassenzimmer. Fenster auf. Gas all. Heizung aus.

Ich hamstere schon mal Daunendecken. 

11.6.22

Diabetes

Vor drei Jahren hatte ich als Diabetikerin einen HBA von 11,7 und bin fast gestorben. Durch Disziplin, Anstrengung und Ernährungsumstellung habe ich jetzt einen über Monate stabilen von 5,4. Kein Insulin mehr. Da freut sich doch die Krankenkasse. Nein! Ab jetzt muss ich die Zutaten fürs Messgerät selbst bezahlen. Das hat doch System, oder?
 
Unabhängig von meinem Ärger über die Krankenkasse werde ich gefragt, wie ich das in den Griff bekommen habe. Kurzform meiner Antwort:
 
Diabetes als Krankheit anzuerkennen, die mich mein Leben lang begleiten wird. Schulungen beim Diabetologen (und ja, ich habe einen tollen erwischt). Dann jeden Tag piksen und kontrollieren. Was macht welches Essen mit meinem Zucker und darauf reagieren. Hieß vor allem vieles weglassen. Bewegung, Beispiel Schrittmesser und unter 5000 Schritte geht gar nichts. Dann natürlich am Anfang die Medikamente, Insulin, Metformin, etc. Regelmäßige Kontrolle von Augen und Füßen. Jetzt zum Beispiel Umstieg auf barfußlaufen und Barfußschuhe. Und, und ... Innere Haltung: Diabetes ist nicht mein Feind, sondern ein zorniges Kind meines Körpers, dem nicht genug zugehört wurde. Ich höre es nun.

1.6.22

Wenn du in einer vermeintlich absoluten
Dunkelheit sitzt, öffne deine Augen.
Habe Geduld. Vertraue.
Deine Augen werden eins werden mit der Dunkelheit.  
Du wirst erkennen, auch hier gibt es Licht.
Die Dunkelheit braucht das Licht,
auch in ihrer tiefsten Schwärze, braucht sie es.
Denn es gäbe sie nicht ohne es.
Und es gäbe das Licht nicht, wäre da nicht Dunkelheit.
Sie sind unauflöslich miteinander verbunden.
 
 
Wäre da nur Dunkelheit, im Vergangenen und im Jetzt, dann würdest du nicht mit mir sprechen. Allein dein Sehnen - nach Verständnis, Gehörtwerden, Respekt – ist ein Leuchtfeuer für dich und mich in deiner Dunkelheit. Bringen wir gemeinsam mehr Licht ins Dunkel.

23.5.22

Zwischenmeldung

"KleinMadame ist Erste beim Lesewettbewerb der 2. Jahrgangsstufe geworden."

"Und das ist Ihnen eine Meldung wert, Frau Müller?"

"Aber sowas von!"