Solange Männer in Mehrheit nicht kapieren, dass sie mit dem was sie tun oder nicht tun, sich und den nachfolgenden männlichen Generationen Schreckliches antun, solange wird sich auch für die weiblichen Wesen in dieser Gesellschaft nichts wirklich stabil Grundlegendes ändern.

Wie viel Energie muss man eigentlich als Mann Tag für Tag aufwenden um den eigenen Leidensdruck unter all den vorgeblichen Bequemlichkeiten des konditionierten Mannseins nicht wahrzunehmen und den der jungen Jungs nicht zu erkennen? Mensch Mann, was mit dieser Energie alles Sinnvolles anzufangen wäre.


Am realen Bedarf vorbei.

Ich kenne eine Menge Menschen, die könnten ihre psychischen Dissonanzen und die daraus folgenden körperlichen Beschwerden sehr gut ohne Medikamente in den Griff bekommen, wenn sie Zeit und Muße hätten, einmal ganz und gar bei sich selbst anzukommen. Können sie aber nicht, weil sie es sich schlichtweg nicht "leisten" können. Sie kämpfen nämlich Tag für Tag um die Befriedigung ihrer ganz banalen Grundbedürfnisse: Wohnen, Essen, Teilhabe. Die können nicht einfach aus krankmachenden Verhältnissen aussteigen und sich den Luxus leisten, sich und ihr Leben gesundheitsfördernd zu entschleunigen und begleitende Hilfen anzunehmen. Dann hängen ihnen nämlich diverse Ämter und Gläubiger existenzbedrohend im Nacken. Mein ewiger Hader mit den lieben KollegInnen: Ihr habt wirklich wunderbare Werkzeuge geschaffen! Aber ihr habt immer den größten Teil der Bevölkerung, nämlich die, die in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen leben, von dem Genuss derselben ausgeschlossen. Manchmal kommt es mir so vor, als seht ihr die und ihre Lebensumstände gar nicht. Ein blinder Fleck quasi, von Anfang an und recht nachhaltig gehegt und gepflegt bis heute.


„Es gibt zwei Wörter, die dir im Leben viele Türen öffnen werden: 
ziehen und drücken.“

(Spruch an einer Hauswand)

„Erinnert mich an viele Coaching Formate, in denen Selbstverständlichkeiten verpackt in wohlklingende Worthülsen und als die absolut neuste Erkenntnis des Universums teuer verkauft werden.“

„Das ist in der Therapie ja auch nicht anders, Frau Müller.“

„In unseriösen Angeboten, in denen es vor allem darum geht den (zahlenden) Klienten bei der Stange zu halten und in aus jeder Sitzung mit einem kurzfristig glückseligen Gefühl nach Hause zu schicken, sicher. In einer verantwortungsvollen und kompetenten Therapie geht es jedoch vor allem darum, genau solche Worthülsen, die sich oft als standhafte und Leid hervorrufende Glaubenssätze manifestieren, zu hinterfragen und aufzulösen. Da kommt man mit oberflächlichem Geplapper und banalen Wortreihungen nicht wirklich weiter.“


„Das ist ein Schutzstein. Den trage ich immer in meiner Jackentasche.“

„Wie überraschend, Frau Müller. Ich wusste gar nicht, dass Sie auch eine esoterische Seite haben und mit Steinen arbeiten. Sehr schön!“

„Klaro, ich bin da ausgesprochen flexibel. Ich trage den bei mir, damit ich mit ihm, falls ich mich bedroht fühle, laut `Feuer, Feuer´ schreiend, die nächste Fensterscheibe einwerfen kann. Die Chance, dass dann jemand zur Hilfe herbeieilt, vervielfacht sich dadurch erheblich.“

„Oh, aber ich dachte.“

„Außerdem erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit, dass der/die vermutlichen Täter irritiert werden und zumindest kurz inne halten. Das gibt mir die Zeit, den Umständen entsprechend zu agieren.“

„Ähm, ich dachte, wir sprechen hier über Heilsteine.“

„Rauchquarz, leicht angeschliffen, mit scharfen Kanten. Schutzstein. Sonnenaufgeladen. Sagte ich doch. Präventionsmagie.“  






"Dürfen Schüler streiken?"


"Ähm. Dürfen? Der Sinn eines Streikes ist es, sich trotz der Verbote und den anzunehmenden negativen, persönlichen Konsequenzen vehement für etwas einzusetzen, dessen Notwendigkeit bei Weitem diese Konsequenzen und die ihnen zugrunde liegenden Regeln überwiegt. Kurzfassung? Ja."

„Es ist kein Anzeichen von seelischer Gesundheit, an eine zutiefst gestörte Gesellschaft angepasst zu sein.“
Jiddu Krishnamurti

Und doch fühlen sich die meisten Pädagogen, Erzieher, Eltern und ja, auch Therapeuten mit schrecklicher Energie Tag für Tag dazu berufen, die ihnen anvertrauten Menschen passgenau zurecht zu schleifen. Warum? Weil alles andere das kranke System, das letztendlich ihre Daseinsberechtigung zementiert, sprengen würde.


„Immer wieder stellen Staatsanwälte die Verfahren gegen Rechte ein, die andere bedrohen - mit geradezu absurden Begründungen.“

Wenn ich so etwas immer öfters lesen, dann gehe ich mal kurz in den Keller und krame mein Aluhütchen raus und denke mir, entweder hängen die selbst in der rechten Ecke, oder, ja ich guck und lese viele Krimis, die sind irgendwie, und sei es nur auf ganz subtile Art, erpressbar. Andere Erklärungen fallen mir, auch ohne das Hütchen, nicht ein.