7.12.21

Nicolaus Dialog

KleinMadame erklärt ihrem Opa, dass es Weihnachten doch nicht um Geschenke geht und auch nicht um eine Märchenerzählung über einen Stall, sondern darum, dass man sich lieb hat und zusammen sein will.
 
Opa: „Das können wir doch jeden Tag machen!“
 
KleinMadame: „Ja klar. Aber mit Kerzen und Weihnachtsbaum und Liedern und Gedichten, da freut die Mama sich doch so! Und die Oma findet es toll, wenn sie dann schnell alles wieder in den Keller packen kann. Weil wir die beiden so schrecklich lieb haben, machen wir ihnen halt die Freude und verraten nicht, dass das alles doch nur ein Quatsch ist.“

 
Welch kleines, pragmatisch fürsorgliches Menschenkind. 😊

5.12.21

Homogenität? Was ein Scheiß!

Was mich total abnervt, ist das ständige Gequatsche über die Gefahr einer Spaltung unserer Gesellschaft. Ähm. Hallo? Auf dem rauschartigen Homogenität Tripp, oder was? So eine Gesellschaft gab es nie, gibt es nicht, wird es nicht geben.
 
Homogenität ist ein Denkkonstrukt um widersprüchliche gesellschaftliche Strukturen einigermaßen friedlich im Interesse der Mehrheit handhaben zu können. Dagegen spricht nichts. Trotzdem sollte bewusst sein, dass wir uns täglich in unterschiedlichen heterogenen Systemen bewegen. Wenn wir gut drauf sind, machen wir das flexibel, ohne groß nachzudenken, ohne Brüche. Oft jedoch reiben wir uns, stolpern, regen uns drüber auf, schließen ein und aus, zerbrechen dran.
 
Das zelebrierte Bild einer homogenen Gesellschaft soll Widersprüche verschleiern, Ungerechtigkeiten leugnen, Veränderungen ausbremsen, beruhigen, scheinbare Zugehörigkeiten festmauern und so Sicherheiten bieten in einer unsicheren Welt.
 
Das propagandistische Herbeireden des Zerfalls dieser vorgeblichen Homogenität knüpft an grundlegende Ängste des Menschen an und diente schon immer als wunderbares Mittel der Manipulation für eigene politische Zwecke.
 
Das einzig Homogene, dass ich akzeptieren kann: Wir sind Menschen. Alles andere ist in seiner Heterogenität bestimmt durch die jeweilige Zeit und den jeweiligen Raum.

4.12.21

Wir, und dieses Wir ist ein Ich einschließendes, lassen Kinder weltweit und hier täglich millionenfach elendig verrecken, setzen sie unvorstellbarer Gewalt, erwürgender Armut und unsäglichem Missbrauch aus. Und wundern uns dann, dass der Fanatismus jedweder Couleur in jeder neuen Generation blüht und gedeiht. Wir sind als Menschheit so dämlich erkenntnisresident. 

Meine eigene Machtlosigkeit, in Bezug auf grundlegende Veränderungen in diesen Themen, kriecht wie modriger Schimmel durch meine Gedärme und frisst mich von innen auf.  

3.12.21

Ja, ich verstehe deine Ängste vor der Impfung. Kein Verständnis, keine Akzeptanz für dich jedoch, wenn du deine ganzen Energien in Täuschung und Gewinnung von verlogenen Attesten/Impfausweise steckst. Bäh! Übernimm Verantwortung, organisiere dein Leben entsprechend und bleib zuhause.

2.12.21

Dieser Coronascheiß macht einen ganz kirre im Kopf. Diese Woche so viele Tests. Negativ natürlich. Und dann vorhin zum Arzt, schwere bakterielle Bronchitis und er lässt mal locker den Vorwurf durchs Zimmer kullern, ich hätte viel früher kommen müssen. *Hahaha. Derart fixiert auf Virus, dass Bakterien leider in meinem Vorstellungsraum nicht vorkamen. Ich muss mich jetzt mal für eine Weile aus diesem ganzen Coronagedöns ausklinken. Selbsterhaltung.

29.11.21

War gerade im Testzentrum vor Ort. Menge Eltern mit kleinen Kindern. Upps, dachte ich doch, da in Schulen getestet wird, wäre das auch in Kindergärten so. Doppeltes Upps, ich bin ja so ein Naivchen. *andenkoppklatsch

„Warum kommt die neue Regierung nicht in die Pötte?“
 
„Och, die müssen erstmal ihr Leben neu organisieren. Büros einrichten, Mitarbeiter akquirieren, neue Kontos aufmachen, Möbel und neue Outfits anschaffen. …“
 
„Ach so, ja, und in Talkshows rumsitzen.“